Schreibgeschwindigkeit ist entscheidend

Eine Karte kann nominell riesig und schnell sein und trotzdem bei hoher Videobitrate Probleme verursachen. Verwende Kartenklassen, die GoPro für das jeweilige Modell empfiehlt, und kaufe Speicherkarten nur aus verlässlicher Quelle.

Kapazität sinnvoll wählen

128 oder 256 GB sind für viele Anwender ein guter Kompromiss. Eine einzelne extrem große Karte bündelt dagegen das Risiko: Geht sie verloren oder wird beschädigt, ist der gesamte Drehtag betroffen. Zwei kleinere Karten können organisatorisch besser sein.

Vor wichtigen Einsätzen formatieren

Daten zuerst sichern, dann die Karte in der Kamera formatieren. So wird das Dateisystem in einem definierten Zustand angelegt. Bei wiederkehrenden Schreibfehlern die Karte nicht weiter für wichtige Aufnahmen verwenden.

Infografik zur Auswahl einer microSD-Karte nach Geschwindigkeit, Kapazität und Reserve
Die Karte muss zuerst dauerhaft schnell genug schreiben – danach kommt die Kapazität.

Eine bekannte Ersatzkarte ist Teil der Diagnose

Wenn Aufnahmeabbrüche oder Kartenfehler auftreten, ist eine zweite, bereits zuverlässig getestete Karte das schnellste Gegenprüfmittel. Verschwinden die Fehler, liegt der Verdacht auf der ersten Karte oder deren Dateisystem. Bleiben sie, sollte die Kamera beziehungsweise das Aufnahmeprofil weiter geprüft werden.

Kapazität ist nur die halbe Entscheidung

Eine große Karte hilft wenig, wenn ihre garantierte Schreibgeschwindigkeit nicht zum Aufnahmemodus passt. Für hohe Bitraten ist deshalb zuerst die von GoPro empfohlene Kartenklasse beziehungsweise Kompatibilitätsliste maßgeblich. Danach wird die Kapazität anhand der geplanten Clipdauer gewählt.

Zwei Karten sind oft besser als eine riesige

Auf Reisen reduziert eine zweite Karte das Risiko eines vollständigen Ausfalls und erlaubt einen einfachen Wechsel, während die erste Karte bereits gesichert wird. Für längere Projekte ist das in der Praxis oft robuster als die gesamte Tour auf einer einzigen maximal großen Karte zu speichern.

Formatieren gehört zum Workflow

Nach erfolgreichem Backup sollte die Karte regelmäßig in der Kamera formatiert werden. Das ersetzt keinen Defekttest, sorgt aber dafür, dass das Dateisystem sauber für die Kamera eingerichtet ist. Auffällige Schreibfehler, Abbrüche oder wiederkehrende Reparaturmeldungen sind ein Grund, die Karte auszusortieren statt weiterzuverwenden.