Die Grundformel

Videobitraten werden meist in Megabit pro Sekunde angegeben, Speicherkarten dagegen in Gigabyte. Für eine grobe Abschätzung gilt: Mbit/s ÷ 8 = MB/s. Danach mit der Aufnahmedauer multiplizieren. Beispiel: 100 Mbit/s entsprechen ungefähr 12,5 MB/s beziehungsweise rund 750 MB pro Minute. Reale Dateigrößen können durch Aufnahmeart und Implementierung abweichen.

Warum Auflösung allein nicht reicht

Zwei Modi mit derselben Auflösung können unterschiedliche Bildraten, Codecs oder Bitraten verwenden. Umgekehrt kann ein effizienterer Codec bei ähnlicher Bildqualität anders mit Speicher umgehen. Plane deshalb nach dem konkreten Modus beziehungsweise einer gemessenen Dateigröße deiner Kamera.

Mit Reserve planen

Eine Karte sollte auf einer wichtigen Tour nicht bis zum letzten Megabyte verplant werden. Zusätzliche Clips, Fotos, fehlgeschlagene Takes und Änderungen am Aufnahmeprofil brauchen Reserve. Bei längeren Reisen ist außerdem ein Backup-Konzept wichtiger als nur eine möglichst große Einzelkarte.

Eigene Kamera kalibrieren

Der praktischste Weg ist ein kurzer Referenzclip: Nimm beispielsweise zehn Minuten mit genau deinem Profil auf, lies die Dateigröße aus und skaliere auf deine geplante Aufnahmedauer. So berücksichtigst du die tatsächliche Kameraeinstellung statt nur theoretischer Maximalwerte.